Albumindruck - fotoabsolut

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Albuminpapier herstellen

Albumin

Albumin (lateinisch: albus = weiß) gehört zu der Gruppe der Proteine und sind unter anderem in Milch, Weizen und Eiern enthalten. Albumin dient im Blut als Transportprotein für viele kleinmolekulare Verbindungen. Wir nutzen das Albumin aus den Eiern zur Herstellung einer Flüssigkeit (Beschichtung), mit der unser Papier für die Silberbeschichtung vorbereitet wird.

Zutatenliste für das herstellen eigener Albuminpapiere

  • 12 bis 13 Eier für ca. 500 ml Eiklar (Eiweiss)
  • 15 g Ammoniumchlorid
  • 15 ml destilliertes Wasser
  • 2 ml 28 % Essigsäure
  • 2 Tropfen Netzmittel

Das Eiweiss muss vom Eigelb getrennt werden und es ist darauf zu achten, dass keine Eierschalen bzw. die Hagelschnur sich im Eiweiss befindet. Wir benötigen nur das absolut reine Eiweiss.
Es sind so viel Eier zu trennen (ca. 12 bis 13 Eier), bis wir 500 ml Eiweiss zusammen haben. Dem Eiweiss wird dann 2 ml einer 28% Essigsäure, 15 g Ammoniumchlorid und 15 ml destilliertes Wasser hinzugefügt. Die Flüssigkeit wird in einer großen Schüssel für ca. 30 Minuten mit einem Schneebesen aufgeschlagen. Die Konsistenz sollte Ähnlichkeit mit einem fein aufgeschlagenem Rasierschaum haben. Je länger die Masse aufgeschlagen wird, desto feiner die kleinen Luftblasen, die sich in der Masse befinden.  

Zum Schluss muss die Schüssel mit einer Folie abgedeckt werden und sollte für mehrere Stunden an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. Hier wird sich die aufgeschlagene Masse trennen und es verbleiben eine relativ klare Flüssigkeit (unser Albumin) und Reste vom Schaum. Der Schaum ist mit einem Schöpflöffel restlos zu entfernen, da dieser nicht gebraucht wird. Die verbleibende klare Flüssigkeit ca. 300 - 350 ml wird mehrmals durch ein Mulltuch filtriert und in einer Kunststoff- oder Glasflasche abgefüllt. Der Flüssigkeit kann noch zwei Tropfen Netzmittel zugefügt werden, um Blasenbildungen bei der Papierbeschichtung gering zu halten.


Papierbeschichtung

Das Trägerpapier sollte nicht zu dünn ausfallen, da es sich bei der weiteren Verarbeitung auflösen kann. Gut geeignet ist glatt gestrichenes und ungebleichtes Papier (Kunstpapier). Hier muss man einfach probieren, bis man das geeignete Papier gefunden hat. Ich selbst bin immer noch auf der Suche nach dem besten Papier für mein Albumindruck.

Die Albuminflüssigkeit wird langsam in eine der Größe entsprechende Fotoschale gegossen. Es ist darauf zu achten, dass beim Einfüllen keine Blasenbildung entstehen kann.

Das für die Beschichtung vorgesehene Papier wird jeweils an den Stirnseiten hochgeklappt (ca. 1,0 cm bereiter Falz) damit es wie ein kleines Boot auf der Flüssigkeit schwimmen kann und die Ränder sich später nicht gleich aufrollen. Das Papier sollte für ca. 3 Minuten auf der Flüssigkeit verbleiben ohne dass die Flüssigkeit auf die trockene Seite gerät. Nach der Beschichtung wird das Papier langsam aus der Flüssigkeit gezogen und mittels Klammerbügel fixiert. Es wird noch reichlich Albuminflüssigkeit abtropfen und entstandene Blasen können vorsichtig mit einem Glasstab entfernt werden. Nach einigen Stunden ist das Papier vollständig getrocknet und kann entweder beforratet  oder sensibilisiert werden.


Das Papier sensibilisieren

Für das Sensibilisieren bedarf es einer 15 % Silbernitratlösung (250 ml destilliertes Wasser auf 37,5 g Silbernitrat). Die Beschichtung mit Silbernitrat erfolgt ebenso wie bei der Beschichtung des Papieres mit Albumin. Während der Beschichtung wird aus dem Papier etwas Salz austreten und die Silbernitratlösung verunreinigen. Es ist daher ratsam die Lösung stehen zu lassen, damit sich die Salze absetzen können (Niederschlag). Es ist darauf zu achten, dass beim zurückgießen in die Vorratsflasche der Niederschlag nicht mit hineingelangt und das dieser fachgerecht entsorgt wird.  Die ganze Prozedur hat am besten unter Rotlicht zu erfolgen bzw. unter einer Lichtquelle ohne UV-Strahlen.
Während der Beschichtung mit dem Silbernitrat reagiert das Salz im Papier und es entsteht Silberchlorid. Silberchlorid ist UV-Licht empfindlich und entwickelt sich in ein bis zwei Minuten durch Schwärzung/Bräunung.

Das Albuminpapier ist für das Kontaktkopierverfahren einsatzbereit.








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